Neues aus der Gemeinde Schladen-Werla

Weil brüskiert Asse-Region mit Standortvorschlag für Endlager-Amt

06.09.13 von Sven Hagemann

Mit seinem Vorschlag, das neue Endlager-Bundesamt in Peine anzusiedeln, untergräbt Niedersachsens Ministerpräsident Weil entsprechende Bemühungen der Asse-Region. Das meinen die Grünen vom Ortsverband Elm-Asse-Fallstein. Er hat damit aus ihrer Sicht die berechtigte Forderung aus der Region ignoriert, das Bundesamt im Umfeld des Asse-Schachtes anzusiedeln.

Aus Sicht von Vorstandsmitglied Sven Hagemann spricht weiterhin vieles für solche einen Standort: Zum einen würden die Zustände im Asse-Schacht den Beamten als dauerhafte Mahnung dienen, zum anderen wäre eine Ansiedlung eine strukturpolitische Unterstützung für die durch das Atommüll-Lager benachteiligten Gemeinden.

Peine war bislang nie im Gespräch gewesen. „Offenbar hat Weil andere Prioritäten“, wundert sich Sven Hagemann. Der einzig denkbare Grund, der für Peine spricht, ist die dort ansässige, von der Energieindustrie finanzierte Endlager-Betreibergesellschaft DBE.

Die Grünen fordern Weil auf, seinen Vorschlag zurückzunehmen und sich zuerst mit den Vertretern und Initiativen aus dem Umfeld der Asse zu beraten. Bei dieser Gelegenheit erwarten die Grünen auch ein klares Signal wie Weil den vom den Asse-Gemeinden und vom Wolfenbütteler Kreistag geforderten Fond für einen Asse-Nachteilsausgleich unterstützen will.

Berhhard Foitzik, Vorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzender der Asse-Grünen meint dazu: „Die Grünen von Elm-Asse-Fallstein haben einen großen Anteil, dass Weil Ministerpräsident wurde. Dass er die Asse Region so vor den Kopf stößt, kommt bei der hiesigen Bevölkerung nicht gut an. Wir erwarten von ihm ein klares Bekenntnis zur Region. Dazu gehört neben einem Asse-Nachteilsausgleich auch die Ansiedlung sämtlicher Institute, die mit der Asse-Problematik befasst werden sollen und zwar direkt in Remlingen“.

Kategorie

Asse II SG Elm-Asse SG Schöppenstedt