Neues aus der Gemeinde Schladen-Werla

Grüne wollen Schulstrukturkonzept: Jedes Kind soll in der eigenen Samtgemeinde den gewünschten Schulabschluss erreichen können

03.09.11

Zwei Stunden und mehr Fahrzeit jeden Tag, um Schulen in der Kreisstadt Wolfenbüttel oder jenseits der Kreisgrenzen zu erreichen  – das ist der Alltag Hunderter Schülerinnen und Schüler aus den Samtgemeinden von Schöppenstedt bis Schladen. Nach Ansicht der Grünen im Ortsverband Elm-Asse-Fallstein ist dies eine Folge jahrzehntelanger Vernachlässigung des ländlichen Raumes. „Wenn man z.B. in der Stadt Wolfenbüttel mit 53.000 Einwohnern an fünf Schulen Abitur machen kann, im Rest des Landkreises mit 70.000 Einwohnern aber nirgendwo, dann zeigt das, wie in der Vergangenheit Prioritäten gesetzt wurden“, meint Sven Hagemann, Vorstandsmitglied aus Hornburg.  

Die Grünen fordern daher ein Schulstrukturkonzept für den Landkreis, mit dem der ländliche Raum gestärkt und die dortigen Schulangebote gesichert und ausgeweitet werden. Kernziel muss nach ihrer Ansicht sein, dass jedes Kind in der eigenen Samtgemeinde oder – wohnortnah- in einer Nachbargemeinde den gewünschten Schulabschluss erreichen kann. Sven Hagemann führt hierzu aus: „Wir brauchen mehr weiterführende Schulangebote für den ländlichen Raum. Nur dadurch lässt sich die Attraktivität der Samtgemeinden als Wohnort für junge Familien erhalten“.

Die für eine Stärkung der Schullandschaft im ländlichen Raum am besten geeignete Schulform ist für die Grünen die Gesamtschule. Falls es zu einer zweiten IGS kommt, unterstützen sie daher als Standort Remlingen. Doch Zwang lehnt Sven Hagemann ab: „Wir sind für freie Schulwahl bei weitergehenden Schulen. Eltern sollen auch weiterhin ihre Kinder z.B. zu den näher liegenden Gymnasien in Schöningen und Osterwieck statt ins ferne Wolfenbüttel schicken dürfen. Diese Freiheit  muss dauerhaft erhalten bleiben.“

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