Radeln für eine atommüllfreie Asse

Es ist wieder ruhig geworden rund um das Thema Asse II. Dem Austausch zwischen (Bundes-)Politik, Betreiber und Teilen der Begleitstrukturen im Dezember letzten Jahres folgt lautes Schweigen. Der Beteiligungsprozess der BGE findet aus nachvollziehbaren Gründen kaum Anklang in der Bevölkerung und die Bauarbeiten an der Schachtanlage gehen ohne Unterbrechung weiter. Dabei wäre im Licht der kommenden Bundestagswahl und der Kommunalwahl in Niedersachsen eine Bühne das Thema Asse II zu adressieren und vor allen Dingen wieder einen Prozess anzustoßen, wie er andernorts - Schachtanlage Konrad - bereits erfolgreich gestaltet wird.

Wir bleiben bei unserem NEIN einer wohnortnahen, überirdischen Lagerung von Atommüll mit nicht vorhersagbaren Langzeitfolgen für die Region und die Gesundheit der Anwohner*innen. Daher unterstützen wir das tolle Engagement der Asse Aktivisten und gehen gemeinsam Radeln für eine atommüllfreie Asse!

„Sammeln statt Gammeln“

Wohin mit dem radioaktiven Abfall?

Am Ostersonntag werden in den Dörfern Klein Vahlberg, Groß Vahlberg, Mönchevahlberg, Remlingen und Wittmar Ostereier im „Castorlook“ zu finden sein. Alle Anwohner*innen sind herzlich eingeladen die Eier in ihrem Dorf zu suchen. Für jedes gefundene Ei kann auf der vorbereiteten Plattform ELMASSEFORUM bei Instagram eine kurze Mitteilung hinterlegt werden, wo jeder angeben kann wo seiner Meinung nach am besten der Atommüll gelagert werden sollte.

Keine Angst! Auch wenn die Eier gefährlich aussehen, sind die Bioeier ungefährlich und ohne Bedenken zu essen. Lutz Seifert, Gemeinderatsmitglied der Gemeinde Vahlberg, sagt: „Die Eier sollen aber deutlich machen, dass die Anwohner*innen um die Asse einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt sind.“

Schon heute entweichen über die Abluft radioaktive Stoffe aus dem Bergwerk Asse II. Dies sind vor allem das Edelgas Radon, Kohlenstoff, Tritium und Schwebstoffe. Die Strahlenexposition in der Umgebung der Asse ist höher als in der Umgebung der deutschen Atomkraftwerke. Dies liegt daran, dass die Asse keinen hohen Schornstein hat und deshalb die radioaktiven Stoffe nicht so weit verteilt werden.

Die GRÜNEN der Samtgemeinde Elm - Asse weisen daraufhin, dass mit der Konditionierungsanlage und dem Zwischenlager die radioaktive Belastung steigen wird. Deshalb jetzt zu Ostern diese Aktion. Wohin mit dem Atommüll? Soll der Atommüll nah oder fern der Wohnbebauung konditioniert und gelagert werden?

Wir freuen uns auf ihr Selfie!“

Für eine ökologische Niederschlagswassergebühr durch Niederschlagswasserversickerung

Die GRÜNEN der Samtgemeinde Elm-Asse setzen sich für eine flächenbezogene Niederschlagswassergebühr unter Berücksichtigung der Abflussbeiwerte der jeweiligen Abflussflächen ein. Die überwiegende Mehrheit der Gemeinden haben Satzungen die unterschiedliche Versiegelungsgrade über unterschiedliche Abflussbeiwerte berücksichtigen. Außerdem bieten viele Gemeinden und Entsorgungsbetriebe Anleitungen zur Versickerung von Niederschlagswasser an. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wünschen sich in der Samtgemeinde Elm - Asse einen ökologischen Umgang mit dem Regenwasser. Hilmar Nagel, Mitglied des Samtgemeinderates der Samtgemeinde Elm - Asse, sagt dazu: „Die Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde sollen für Ihre Anstrengungen für einen ökologischen Umgang mit dem Niederschlagswasser nicht bestraft werden und nur für die tatsächlich in den Regenwasserkanal eingeleiteten Wassermengen bezahlen.“ Außerdem ist die Versickerung von Niederschlagswasser ein aktiver Beitrag zum Hochwasserschutz. Bernhard Foitzik sagt dazu: „Bei Starkregen führt die oberflächige Ableitung des Wassers zu einer erhöhten Belastung der Vorfluter und verschärft damit die Hochwasserproblematik. Außerdem verhindert die schnelle Ableitung des Niederschlagswassers über die Kanalsysteme die Neubildung des Grundwassers.“ Im Übrigen besteht für jedes Neubaugebiet nach der niedersächsischen Bauordnung die Verpflichtung zur Regenwasserversickerung und nur wenn es nachweislich keine Möglichkeit dazu gibt, darf das Oberflächenwasser in den Regenwasserkanal eingeleitet werden. Grundsätzlich haben Grundbesitzer die Möglichkeit die Niederschlagswassergebühr einzusparen und gleichzeitig einen Beitrag für einen ausgeglicheneren Wasserhaushalt und damit zu gleichmäßigeren Temperaturen zu leisten. Denn es werden nur die Flächen zur Berechnung der Niederschlagswassergebühr herangezogen von denen auch tatsächlich Regenwasser in die Kanalisation fließt. Eigentümer/innen von Grundstücken haben die Entwässerung von anfallendem Niederschlagswasser selbst in der Hand, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit etwas handwerklichem Geschick kann in Selbsthilfe eine Versickerungsanlage im eigenen Garten gebaut werden. Und dabei ist es egal, ob sie einen Gartenteich, eine Mulde oder einen Schacht anlegen. Die angelegten Versickerungsmulden, Teiche und Biotope werten Gebäude und Grundstücke ästhetisch auf. Somit ist ein ökologischer Umgang mit Niederschlagswasser für alle von Nutzen. Für die Allgemeinheit verbessert sich das Mikroklima, die Grundwasserneubildung und der Hochwasserschutz. Die Grundstücksinhaber sparen die Niederschlagswassergebühr und werten ihr Anwesen auf. Außerdem kann das auf den privaten Grundstücken anfallende Niederschlagswasser gesammelt und z.B. zur Gartenbewässerung genutzt werden.

zurück